CanG wird Gesetz: Rückblick auf den 1. April 2024

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Am 1. April 2024 trat das Cannabisgesetz (CanG) in Kraft. Ein Rückblick auf den historischen Tag und was seitdem passiert ist.

CanG wird Gesetz: Rückblick auf den 1. April 2024

Am 1. April 2024 ist das Cannabisgesetz (CanG) in Deutschland in Kraft getreten. Für viele Aktivistinnen und Aktivisten war das der Moment, auf den sie jahrelang hingearbeitet haben: eine Klarstellung, dass erwachsene Cannabiskonsumenten nicht länger pauschal kriminalisiert werden.

Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem die Nachricht kam. Nach Jahren von Petitionen, Demonstrationen und E-Mail-Aktionen bedeutete das Gesetz nicht das Ende der Arbeit, aber einen entscheidenden Durchbruch. Mittlerweile hat sich das CanG zum KCanG weiterentwickelt, das Cannabis Social Clubs und gemeinschaftlichen Anbau regelt.

Was am 1. April 2024 Gesetz wurde

Das CanG legalisierte den Eigenanbau von bis zu drei Cannabis-Pflanzen pro erwachsener Person sowie den gemeinschaftlichen Anbau in nicht gewinnorientierten Vereinen. Erwachsene dürfen seitdem bis zu 25 Gramm Cannabis im öffentlichen Raum besitzen. Der Bundestag hatte das Gesetz am 23. Februar 2024 verabschiedet, der Bundesrat zog den Vermittlungsausschuss nicht.

Das war kein Zufall: Hinter dem Erfolg standen Jahre politischer Arbeit, Bürgerproteste, wissenschaftliche Gutachten und der Druck einer breiten Bewegung. Organisationen wie der Deutsche Hanfverband haben diese Mobilisierung maßgeblich mitgetragen.

Was sich danach getan hat

Die ersten Monate zeigten schnell: Ein Gesetz ist nur der Anfang. Viele Fragen blieben ungeklärt, etwa zu Anbauregeln, Jugendschutz und der Zusammenarbeit mit den Ländern. Die Kritik an der unzureichenden Umsetzung wuchs. Die Antwort kam mit dem KCanG, das den gemeinschaftlichen Anbau rechtssicherer machen soll.

„Am 1. April 2024 habe ich das erste Mal gedacht: Jetzt ist es offiziell. Aber ich habe auch gewusst, dass die wirkliche Arbeit danach erst beginnt.“

Christopher Matt, Cannabis-Patientenrechtler und Autor von Cannachris

Häufig gestellte Fragen

Wann wurde das CanG verabschiedet?

Der Bundestag verabschiedete das CanG am 23. Februar 2024. Es trat am 1. April 2024 in Kraft.

Was regelte das CanG?

Eigenanbau von bis zu drei Pflanzen, gemeinschaftlicher Anbau in nicht gewinnorientierten Vereinen und Besitz von bis zu 25 Gramm im öffentlichen Raum.

Was ist der Unterschied zwischen CanG und KCanG?

Das CanG trat 2024 in Kraft und regelte Eigenanbau und gemeinschaftlichen Anbau. Das KCanG folgte 2025 und ergänzte unter anderem Cannabis Social Clubs.

Fazit

Der 1. April 2024 war ein emotionaler Wendepunkt. Er zeigte, dass jahrelanger Aktivismus sich auszahlen kann. Doch die Arbeit ist nicht vorbei. Neue Gesetze müssen sich im Alltag bewähren, und politischer Druck bleibt nötig, damit die Regelungen ihre Versprechen einlösen. Wer heute aktiv werden will, findet bei Cannabis-Organisationen oder im Deutschen Hanfverband Anlaufstellen.

Christopher Matt

Christopher Matt

Cannabis-Aktivist, Patientenrechtler & Software Engineer

Meine Stimme für evidenzbasierte Drogenpolitik mit einer Prise Salz und Zucker in Form von Satire. Ich schreibe aus eigener Erfahrung über Cannabis-Recht, BtmG Strafrecht in Bayern und Drogenpolitik und spiegel die Erfahrung meiner Community auch bezüglich GKV-Kostenübernahme inhaltlich wieder. Es ist unser aller demokratisches Recht.

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